06.07.2021Zahl der E-Busse wächst weiter

Auf deutschen Straßen sind derzeit rund 500 batterieelektrische Busse im Einsatz (Symbolbild)

Für mehr Dynamik bei den E-Bus-Zahlen brauche die Branche schnellstmöglich Planungssicherheit, erklärte der VDV, der auf Unklarheiten bei Förder- und CVD-Rahmenbedingungen hinweist.

„Die ohnehin klimafreundlichen Busflotten in Deutschland werden in naher Zukunft mit fossilfreien Antriebstechniken ausgestattet sein“, erklärte Werner Overkamp, Vizepräsident des Verbands Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) anlässlich der digitalen Diskussionsveranstaltung „In Zukunft E-Bus!“, die das Bundesumweltministeriums am 24. Juni ausgerichtet hat.

Angesichts der ehrgeizigen EU-Vorgaben der Clean Vehicles Directive (CVD), die ab August gelten, fordere der VDV eine rasche Notifizierung der dringend notwendigen E-Bus-Förderung des Bundesverkehrsministeriums, betonte Overkamp. „Auch mit Blick auf die ausstehenden Länderquoten zur sachgerechten Umsetzung der Clean Vehicles Directive geht es noch nicht in dem erwünschten Tempo voran. Das ist ein wesentlicher Baustein, der bei den Regelungen noch fehlt. Wenn wir noch mehr Dynamik bei den E-Bus-Zahlen sehen wollen, brauchen wir hier schnellstmöglich Planungssicherheit“, sagte Overkamp.

Der VDV verweist auf ungeklärte Punkte

Auf dem Eingangspodium der Online-Veranstaltung diskutierten Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) und Martin Schmitz, VDV-Geschäftsführer Technik, die Herausforderungen und Chancen der Transformation im ÖPNV sowie die aktuellen Rahmenbedingungen für den Markthochlauf. Schmitz zeigte sich insgesamt zuversichtlich, verwies aber auch auf ungeklärte Punkte: „Wir haben einen soliden Aufwuchs im E-Bus-Markt, mit rund 1000 neuen Fahrzeugen pro Jahr: Wir sehen auf deutschen Straßen derzeit rund 500 batterieelektrische Busse, rund 1500 Hybride und etwa 50 Brennstoffzellen-Busse, die auf Wasserstoff zurückgreifen. Für weitere 1400 E-Busse haben die Verkehrsunternehmen bereits Förderanträge gestellt, die teilweise schon bewilligt sind. Andererseits sind viele, gerade kleinere Unternehmen, gezwungen, ihre Investitionsentscheidungen aufzuschieben, solange die EU bei der Notifizierung und die Länder in Bezug auf die CVD-Branchenlösungen noch keine Klarheit bringen.“

Wie es vor Ort in der Praxis läuft, berichtete unter anderem Elke Maria van Zadel, Vorstandsvorsitzende der Üstra Hannoversche Verkehrsbetriebe. „Die Üstra hat sich das Ziel gesetzt, bis 2023 mit insgesamt 48 Elektrobussen auf allen innerstädtischen Linien innerhalb der Umweltzone Hannovers komplett elektrisch zu fahren, erklärte Van Zadel und ergänzte: „Dieses ambitionierte Vorhaben ist nur umsetzbar dank der umfangreichen Förderung des Bundesumweltministeriums.“ (tb)





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