10.10.2018Sekundenschlaf – das vielfach unterschätzte Risiko

Sekundenschlaf, Einnicken, Schlafen, Pause

Wenige Sekunden Unachtsamkeit am Steuer – bedingt durch Einnicken – können für Fahrer und Fahrgäste schlimme Folgen haben.

Bei einer Geschwindigkeit von 100 km/h bedeuten nur drei Sekunden Unachtsamkeit durch Einnicken, dass man auf rund 80 Meter im Blindflug und damit ohne Kontrolle über das Fahrzeug zurücklegt. In dieser kurzen Zeit kann viel passieren. Der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR) hat deshalb die Kampagne „Vorsicht Sekundenschlaf!“ ins Leben gerufen, um darauf aufmerksam zu machen, wie gefährlich es sein kann, wenn der Fahrer langsam müde wird. Darauf weist das Goslar Institut hin.

Ein großes Problem sei demnach, dass viele Fahrzeugführer das Risiko des Sekundenschlafs schlicht unterschätzen. Nach einer Befragung von 1.000 Fahrern – hierbei handelte es sich allerdings ausschließlich um Pkw-Fahrer – ist jeder Vierte schon mindestens einmal am Steuer eingedöst. 45 Prozent der Befragten glaubten dennoch, Beeinträchtigungen infolge von Müdigkeit durch ihre Fahrerfahrung ausgleichen zu können. 43 Prozent der befragten Autofahrer waren zudem davon überzeugt, den Zeitpunkt des Einschlafens sicher vorhersagen zu können. Da verwundert es auch nicht, dass 17 Prozent der Befragten angaben, trotz Müdigkeit weiterzufahren.

Nur eine Pause hilft wirklich

Der DVR macht darauf aufmerksam, dass das Einzige, was gegen akute Müdigkeit hinter dem Steuer hilft, eine Pause sei. Am besten sollten Fahrer eine solche alle zwei Stunden einlegen. Diese Fahrtunterbrechung können Busfahrer zur Regeneration mit einem Kurzschlaf von 10 bis 20 Minuten oder für die Bewegung an der frischen Luft nutzen. Währenddessen können sich die Fahrgäste ebenfalls die Füße vertreten oder an einer Raststätte die Toiletten aufsuchen.

Untrügliche Anzeichen dafür, wie nötig eine Pause ist, sind nach Expertenmeinung häufiges Gähnen, brennende Augen, dichtes Auffahren auf den Vordermann und der sogenannte Tunnelblick. Spätestens wenn sich diese Symptome zeigen, sei es Zeit für eine Unterbrechung, um Menschenleben nicht leichtsinnig auf das Spiel zu setzen.

Wie kann ich präventiv handeln?

Experten raten laut Goslar Institut dazu, der Müdigkeit vorzubeugen. Dies geschehe beispielsweise dadurch, dass Fahrer nicht schon übermüdet losfahren, sondern sich ausgeruht hinter das Steuer setzen. Auch sollten die Routen nicht zu knapp kalkuliert sein, um regelmäßige Pausen durchführen zu können. (ts)





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