20.01.2022Rheinland-Pfalz: Erneut Streik im privaten Busgewerbe

Die Busfahrer in Rheinland-Pfalz haben wieder ihre Arbeit niedergelegt (Symbolbild vom Juni 2021)

Die Fronten im Streit um einen neuen Manteltarifvertrag für das private Busgewerbe sind verhärtet. Auch am Mittwoch hat es keine Fortschritte gegeben. Jetzt wird wieder gestreikt.

Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi hat im festgefahrenen Tarifkonflikt die Fahrer zu einem Streik unmittelbar am Mittwochabend "aus dem laufenden Betrieb" an aufgerufen."Das Ende ist noch nicht absehbar", teilte Verdi-Verhandlungsführer Marko Bärschneider mit. 

"Der Versuch, in letzter Minute durch eine Schlichtung einen Streik abzuwenden, wurde von der Arbeitgeberseite abgewiesen", sagte er der Deutschen Presse-Agentur. Der Arbeitgeberverband VAV erklärte: "Wir haben von Verdi die Pistole auf die Brust gesetzt bekommen." Ein neuer Manteltarifvertrag habe vor allem wegen ungeklärter Fragen zur Refinanzierung noch nicht abgeschlossen werden können, sagte der Hauptgeschäftsführer Heiko Nagel.  

Die Gewerkschaft fordert unter anderem eine Bezahlung auch der Standzeiten, also der Fahrtunterbrechungen während einer Schicht, für die rund 3500 Busfahrerinnen und Busfahrer privater Betriebe in Rheinland-Pfalz. Außerdem sollen die Schichtlängen begrenzt werden. Der Manteltarifvertrag war 2019 gekündigt worden. Über einen Entgelttarifvertrag hatten sich beide Seite nach langwierigen Auseinandersetzungen im vergangenen November geeinigt.

Viele Betriebe betroffen

Etwa zwei Drittel der dazu aufgerufenen rund 3.000 Fahrerinnen und Fahrer im gesamten Bundesland hätten nach ersten Beobachtungen am Donnerstag die Arbeit niedergelegt, sagte Verhandlungsführer Marko Bärschneider der Deutschen Presse-Agentur. 

Vom neuerlichen Ausstand betroffen sind nach Gewerkschaftsangaben sämtliche Betriebe und Standorte der DB Regio Bus Mitte GmbH, der DB Regio Bus Rhein-Mosel GmbH, der Palatina Bus GmbH, der Stadtbus Bad Kreuznach GmbH, der MB Moselbahn mbH, der VRW, der MVB, der Zickenheiner GmbH, der BVB Verkehrsgesellschaft GmbH, der Eurobus Verkehrs-Service GmbH Rheinland-Pfalz, der Stadtbus Zweibrücken GmbH, die koveb aus Koblenz sowie Orthen Reisen. Es sei zu erwarten, dass sich die Beschäftigten weiterer Betriebe beteiligen. "Weite Teile des Landes dürften von den Streikmaßnahmen betroffen sein", erklärte Verdi. Das gelte auch für den gesamten Überlandverkehr in den jeweiligen Regionen. (dpa/mp)

 

 





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