20.05.2021Mediterranes Essen schützt vor Gedächtnisverlust und Demenz

Mittelmeerkost mit viel Fisch, Gemüse und Olivenöl scheint vor Eiweißablagerungen im Gehirn und damit vor Demenz zu schützen

Demenz wird durch Eiweißablagerungen im Gehirn und den schnellen Verlust von Hirnsubstanz verursacht. Doch eine mediterrane Ernährung, die reich an Fisch, Gemüse und Olivenöl ist, kann das Gehirn möglicherweise vor diesen Krankheitsauslösern schützen. Das haben Fachleute des Deutschen Zentrums für Neurodegenerative Erkrankungen in einer aktuellen Studie herausgefunden, wie das Deutsche Gesundheitsportal berichtet.

Bei der Alzheimer-Erkrankung sterben Nervenzellen im Gehirn ab. Zu einem großen Teil verantwortlich für den Tod der Nervenzellen sind bestimmte Eiweißablagerungen im Gehirn. Die Ursachen dieser Ablagerungen sind bislang ungeklärt. Zudem ist eine schnell fortschreitende Schrumpfung des Hirnvolumens (Atrophie) bei Erkrankten feststellbar. Wissenschaftler des Deutschen Zentrums für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) haben nun in einer Studie herausgefunden, dass eine eher mediterrane Ernährungsweise mit höherem Verzehr von Gemüse, Hülsenfrüchten, Obst, Getreide, Fisch und einfach ungesättigten Fettsäuren wie Olivenöl, möglicherweise vor Eiweißablagerungen im Gehirn und Gehirnschrumpfung schützen kann. Bei dieser auch „Mittelmeerkost“ genannten Ernährungsweise werden Milchprodukte, rotes Fleisch und gesättigte Fettsäuren nur in geringem Maße verzehrt.

Bessere Resultate bei mediterraner Kost

„Menschen in der zweiten Lebenshälfte haben konstante Ernährungsgewohnheiten. Wir haben untersucht, ob die Studienteilnehmenden sich regelmäßig mediterran ernähren — und ob dies womöglich Auswirkungen auf die Gehirngesundheit hat “, sagt Prof. Michael Wagner, Arbeitsgruppenleiter am DZNE und Leitender Psychologe der Gedächtnisambulanz des Universitätsklinikums Bonn. Die Forscher fanden heraus: Diejenigen, die sich ungesund ernährten, wiesen höhere pathologische Werte an diesen Biomarkern im Nervenwasser auf als diejenigen, die regelmäßig die Mittelmeerkost verzehrten. Bei den Gedächtnistests schnitten die Teilnehmer, die sich nicht an die mediterrane Ernährungsweise hielten, auch schlechter ab als die Teilnehmer, bei denen regelmäßig Fisch und Gemüse auf dem Teller lagen.„Möglicherweise schützt die mediterrane Ernährung also das Gehirn vor Eiweißablagerungen und Gehirnatrophie, die Gedächtnisverlust und Demenz verursachen können. Unsere Studie gibt Hinweise darauf“, sagt Dr. Tommaso Ballarini, Wissenschaftlerin der Forschungsgruppe und Erstautor der Studie. 

Die Ergebnisse werden sich womöglich verfestigen, wenn Ballarini und Wagner dieselben Studienteilnehmenden nach vier bis fünf Jahren erneut untersuchen, um zu erforschen, wie die Ernährungsweise — mediterran oder ungesund — die Alterung des Gehirns über einen längeren Zeitraum hinweg beeinflusst. (mp)





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