27.03.2015Knacken, knirschen, leiden

Zu viel Belastung und zu wenig Bewegung sind Risikofaktoren für Arthrose in den Gelenken. Häufig sind Kraftfahrer vom Gelenkverschleiß betroffen.

Wer von einer unheil­baren Krankheit hört, denkt unwillkürlich an Krebs. Doch auch Arthrose zählt zu den Leiden, für die die Medizin keine heilende Therapie kennt. Nach Angaben der Deutschen ­Arthrose Stiftung sind in Deutschland rund sechs Millionen Menschen betroffen. Ursachen für den fortschreitenden Gelenkverschleiß gibt es viele: ein Unfall mit Verletzung des Knorpels, körperliche Fehlstellungen (X-/O-Beine) oder Gelenk­erkrankungen. Oftmals ist es jedoch jahrzehnte­lange Über­lastung/Fehlbelastung, wie das in vielen Berufen (Fliesenleger, Bau) der Fall ist. Auch bei Berufskraftfahrern. Die anhaltenden Schwingungen und Erschütterungen während der Fahrt können – verstärkt, wenn der Fahrer übergewichtig ist – den Gelenkverschleiß im Rücken begünstigen. Auch Schultern und Handgelenke sind durch schweres Heben oft stark belastet.

Eine Arthrose ist eine „degenerative Gelenkerkrankung", ein Gelenkverschleiß, der nicht rückgängig zu machen ist. Dabei raut sich zunächst die Oberfläche des Knorpels zwischen zwei Knochen auf und bekommt irgendwann Risse. Dadurch verhärtet sich der Knochen, die Knorpelschicht selbst wird ­immer dünner, der Gelenkspalt schmaler. Irgendwann reibt Knochen auf Knochen. Es bilden sich knöcherne Auswüchse. Starke Schmerzen sind die Folge. Das Gelenk deformiert sich und funktioniert nur noch eingeschränkt oder überhaupt nicht mehr. Meist kommt es zu (schweren) Entzündungen der Gelenk­innenhaut und zu starken Schwellungen bis hin zur Steifheit. Der Betroffene ist in seiner Bewegung behindert. Im Laufe der Jahre ­zerstört sich das Gelenk selbst.

Viele bemerken lange Zeit nichts von der Abnutzung, denn der Knorpel selbst hat keine Nerven. Oftmals ist bei Belastung oder Bewegung des Gelenks ein Knirschen zu hören, meist noch ohne Beschwerden ­(Stadium I). Erst wenn der Knorpel schon stark geschädigt ist und sich dies auf die umliegenden Be­reiche auswirkt (Gelenk­innenhaut, ­Muskeln, Knochen), beginnt der Schmerz. Er tritt fast immer in Schüben und zunächst bei Belastung auf, etwa beim Sport oder bei anhaltenden schweren körperlichen Tätigkeiten oder nach langem Sitzen (Knie, Hüfte). Diese „Anlaufschmer­zen" zu Beginn einer körperlichen Tätigkeit sind typisch für die Arthrose. Häufig tritt auch eine Morgensteifigkeit des Gelenks auf (Stadium II). Immer öfter kommt es zum Belastungsschmerz: bei jedem Heben oder Tragen, beim Treppensteigen oder -hinab­laufen, Monat für Monat etwas mehr. Die Folge: Der Betroffene bewegt sich immer ­weniger und tendiert zu einer Schon-/Fehlhaltung, um den Schmerz zu ­mildern. Das wiederum hat Verspannungen, Fehlbelastungen an anderer Stelle, Muskelschmerzen oder eine Muskel-/Sehnenverkürzung zur Folge.





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