07.11.2018Ein starker Typ

VDL Futura FHD

VDL hat dem Futura einen neuen Kraftstrang spendiert. Dadurch wurde der Bus leichter, kraftvoller und sparsamer.

DAF hat seine Motoren angefasst und optimiert. Mehr Leistung bei weniger Verbrauch, lautet das Motto. Erreicht wurde das, indem der Verbrennungsvorgang optimiert wurde. Dadurch liegt das maximale Drehmoment nun bereits bei niedrigen 900 Umdrehungen pro Minute an, zugleich wurde es je nach Leistungsvariante um 50 bis 300 Newtonmeter erhöht. Ohne Aufpreis erhält man den MX 11 mit 370 PS und 1.900 Newtonmetern. Alternativ gibt es den Motor auch mit 410 PS und 2.100 Newtonmetern. Die stärkste MX-11-Variante liefert dann 2.300 Newtonmeter und satte 450 PS. Tatsächlich spürt man das Mehr an Kraft auch während des Fahrens recht gut, das Ergebnis ist eine deutlich dynamischere Fahrweise.

Das nächste Highlight sind neue Getriebe. Genau – Mehrzahl. Statt der bekannten ZF AS-Tronic wird der Bus nun serienmäßig mit dem neuen automatisierten 12-Gang-Getriebe ZF Traxon ausgeliefert. Wer es noch komfortabler möchte, bekommt die Reisebus-Variante des Wandler-Getriebes ZF Ecolife. Beim AS-Tronic-Nachfolger Traxon wurden die Schaltzeiten ein wenig verkürzt. Beim Traxon haben die ZF Entwickler den Zugkraftverlust beim eigentlichen Schaltvorgang minimiert, das sorgt für ein dynamischeres Vorwärtskommen. Sensoren erfassen die Geschwindigkeit und sorgen für einen geschmeidigen Schaltvorgang.

Traxon verfügt über das Assistenzsystem Hill Start

Das System bietet Unterstützung beim Anfahren am Berg. Anhand des Gefälles und des Fahrzeuggewichts wird die Zugkraft berechnet, die benötigt wird, um schnell und komfortabel anzufahren. Wie es auch schon der Wettbewerb vorgemacht hat, ist die neue Kraftstrang Kombination nun in der Lage, die Motordrehzahl schnell abzuregeln, wodurch sich die Schaltvorgänge weiter beschleunigen. Der ZF Intarder wurde nun mit der Motorbremse kombiniert (DAF Engine Brake DEB), wodurch in der ersten Retarder-Stufe stets erst die Motorbremse zum Einsatz kommt.

Die neueste Futura-Generation wurde circa 100 Kilogramm leichter. Konkret betrifft dies das Abgas-Nachbehandlungssystem, welches 50 Kilogramm Einsparungen auf die Waage bringt, Traxon spart 20 Kilogramm ein. Auch in der Anordnung der einzelnen Komponenten hat es Änderungen gegeben. So wurde unter anderem der Kühler an die linke Seite versetzt. Der Einsatz von Traxon ermöglicht die Verwendung von PPC. Das ist eine Art höhenbasierter Tempomat, der per GPS und im System hinterlegter topografischer Daten in der Lage ist, die Schaltvorgänge selbstständig zu optimieren. In der Praxis werden dafür eine Überschwing-Geschwindigkeit und eine Mindestgeschwindigkeit festgelegt. Im Bereich dazwischen versucht nun das System, die Gänge dem Höhenprofil anzupassen respektive bei Bedarf den Bus durch das Schalten in die Neutralstellung kraftstoffsparend rollen zu lassen. VDL gibt Kraftstoffeinsparmöglichkeiten von etwa 2,5 Prozent an. (sab)





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