08.07.2021Covid-19: Kein erhöhtes Infektionsrisiko im Bus

Bei Einhaltung der geltenden Hygieneregeln besteht im ÖPV laut Studie kein erhöhtes Infektionsrisiko

Eine aktuelle Untersuchung im Auftrag des Bundesverkehrsministeriums kommt zu dem Ergebnis, dass im öffentlichen Personenverkehr kein erhöhtes Infektionsrisiko besteht.

Das Deutsche Zentrum für Schienenverkehrsforschung beim Eisenbahn-Bundesamt (DZSF) kommt nach einer breit angelegten Untersuchung zu dem Ergebnis, dass bei Einhaltung der geltenden Hygieneregeln Bus und Bahn „kein erhöhtes Infektionsrisiko“ mit sich bringen. In Auftrag gegeben hatte die Untersuchung das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI). Die Ergebnisse liegen aktuell im Abschlussbericht unter dem Titel „Risikoeinschätzung zur Ansteckungsgefahr mit Covid-19 im Schienenpersonen- sowie im Straßenpersonennah- und -fernverkehr“ vor. „Damit verdeutlicht auch diese Studie, dass es im ÖPV bei Einhaltung der Hygieneregeln kein erhöhtes Infektionsrisiko gibt“, lautet das fazit des BMVI.

Der Bundesverband Deutscher Omnibusunternehmer (bdo) ordnet das Ergebnis als weiteres deutliches Zeichen für die Sicherheit in Bussen und Bahnen ein. „Das Wohlergehen und die Gesundheit der Fahrgäste haben für die privaten Busunternehmen in Deutschland stets Priorität. Es freut mich daher sehr, dass mit einer weiteren Studie aufgezeigt werden kann, dass unsere Kundinnen und Kunden im Bus keinen erhöhten Infektionsrisiken ausgesetzt sind“, sagte bdo-Hauptgeschäftsführerin Christiane Leonard.

Fahrgäste für Bus und Bahn zurückgewinnen

„Die aktuellen Ergebnisse zeigen auch, dass die vielen Bemühungen und Investitionen der Busbranche für eine möglichst sichere Umgebung in den Fahrzeugen greifbare Erfolge mit sich bringen“, sagte Leonard weiter und ergänzte: „Diese und viele vorhergehende Studien geben uns Rückenwind und Selbstvertrauen für die enorm wichtigen Bemühungen, Fahrgäste für die Nutzung von Bus und Bahn zurückzugewinnen. Wenn wir uns als Gesellschaft zum Kampf gegen den Klimawandel bekennen wollen, dann müssen wir die Verkehrswende jetzt schnell schaffen. Der Ausbau des öffentlichen Personenverkehrs muss dabei absolut Priorität genießen.“

Die aktuelle Studie im Auftrag des BMVI untersucht die Corona-Risiken im öffentlichen Verkehr anhand von verschiedenen Ansätzen. Dazu zählt eine internationale Literaturrecherche geleitet vom Fraunhofer-Institut für Bauphysik (IBP), die darauf abzielte, Daten zur Ausbreitung von Corona-Viren zu gewinnen und weiteren Forschungsbedarf aufzuzeigen. Darüber hinaus wurden auch Messungen bei verschiedenen Verkehrsunternehmen in Bussen, Bahnen und Verkehrsstationen durchgeführt. (tb)





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