04.03.2021Bluthochdruck: Eine Frage des Lebensstils?

Bluthochdruck kann gefährliche Folgen haben und ein bedeutender Risikofaktor für Herz und Kreislauf sein. Ein gesunder Lebensstil gilt in als die beste Vorsorge. Und auch durch Veränderungen der Lebensgewohnheiten lässt sich Hypertonie positiv beeinflussen, wie die Stiftung Gesundheitswissen betont.

In Deutschland ist Bluthochdruck längst eine Volkskrankheit – laut der GEDA-Befragung aus den Jahren 2014/2015 hat fast jeder dritte Erwachsene diese Diagnose ärztlich bescheinigt bekommen. Das Problem: Viele Menschen bemerken ihren Bluthochdruck nicht oder erst spät.

Hypertonie – so der medizinische Fachausdruck – ist aber ein bedeutender Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Deswegen ist es wichtig, eine Hypertonie frühzeitig zu erkennen und zu behandeln. Bluthochdruck ist durch Veränderungen der Lebensgewohnheiten beeinflussbar, wie die Stiftung Gesundheitswissen betont. Den Lebensstil zu ändern, ist für Erkrankte die  Basistherapie: Sport treiben, Gewicht reduzieren, Ernährung umstellen, auf Tabak verzichten und Alkohol reduzieren.

Doch was bringt eine Umstellung der Lebensweise wirklich? Die Stiftung Gesundheitswissen ist dieser Frage nachgegangen und hat Studien zum Nutzen und Schaden von gängigen lebensstilverändernden Maßnahmen, die bei Hypertonie angewendet werden, ausgewertet.


Die Ergebnisse in Kürze:


Studiencheck 1: Kann eine verringerte Salzaufnahme tatsächlich den Blutdruck senken?
Wissenschaftlichen Erkenntnissen zufolge besteht ein Zusammenhang zwischen der Aufnahme vom im Salz enthaltenden Natrium und Bluthochdruck. In diesem Studiencheck wurde der Nutzen einer salzärmeren Ernährung bei Menschen mit unbehandeltem leichtem Bluthochdruck untersucht. Dabei wurde ein positiver Effekt einer mindestens vierwöchig andauernden Reduzierung der Kochsalzmenge auf den Blutdruck beobachtet. Auf längere Sicht zeigten die Studien allerdings keinen Unterschied zwischen Teilnehmenden mit einer verringerten und einer üblichen Salzaufnahme.

Studiencheck 2: Hilft weniger Alkohol dabei, den Blutdruck zu senken?
Es ist noch nicht abschließend geklärt, weshalb eine höhere Alkoholzufuhr den Blutdruck steigen lässt. Nützt es, den Alkoholkonsum zu reduzieren, um auch den Blutdruck zu senken? Dieser Frage wurde in diesem Studiencheck nachgegangen. Dafür wurden Männer, die regelmäßig Alkohol trinken und von  leichtem Bluthochdruck betroffen sind, aufgefordert, den Alkoholkonsum kurzzeitig einzuschränken, mit dem Ergebnis: Der Blutdruck haben sich nach zwei bis drei Wochen gesenkt.Unter den Studienteilnehmern waren keine Frauen.

Studiencheck 3: Kann eine spezielle Diät den Blutdruck senken?
Bei dieser "DASH" genannten Diät, die für „Diätetischer Ansatz zum Stopp von Hochdruck“ steht, handelt es sich um eine Sonderform der mediterranen Ernährung, die speziell für Personen mit Bluthochdruck entwickelt wurde. Sie beinhaltet fettarme Milchprodukte, einen geringen Verzehr von rotem Fleisch, einen hohen Ballaststoffgehalt sowie überwiegenden Verzehr von Obst, Gemüse, Geflügel, Fisch, Nüssen und eine salz- und zuckerarme Ernährung. In fünf Studien wurden der Nutzen dieser Diät-Form bei Erwachsenen mit leichtem Bluthochdruck untersucht. Das Ergebnis: Im Vergleich zur üblichen westlichen Ernährung zeigte sich über einen Zeitraum von zwei bis 16 Wochen eine Senkung des Blutdrucks. (mp)





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