14.01.2022Auf die richtige Balance achten

Auch in der trüben Jahreszeit ist ein Spaziergang wichtig für das Wohlbefinden. Wer täglich eine Stunde bei Tageslicht spaziert, baut das Müdigkeitshormon Melatonin ab

Am sogenannten "Blue Monday", dem dritten Montag des neuen Jahres, ist laut dem britischen Forscher Dr. Cliff Arnall die Stimmung am Tiefpunkt angelangt. Warum ist das so und wie gelangt man da am besten wieder raus?

Grauer Himmel, die gemütliche Weihnachtszeit ist vorüber und man hat all die guten Neujahrsvorsätze schon wieder über den Haufen geworfen. Und als wäre all das noch nicht genug, hat die ganze Welt immer noch mit einer Pandemie zu kämpfen. Wie sich all diese Faktoren auf unsere mentale Gesundheit auswirken, zeigt eine neue bevölkerungsrepräsentative Studie des digitalen Versicherungsmanagers Clark in Zusammenarbeit mit YouGov: 32 Prozent der Deutschen gaben an, erhöhtem Stress ausgeliefert zu sein, und damit deutlich mehr als in 2020. Da waren es nur 20 Prozent.

Weitere 27 Prozent der Befragten schlafen schlechter, außerdem sind 44 Prozent der Deutschen durch die Sorge um Freunde und Familie belastet. Es zeigt sich also deutlich: Die Pandemie wirkt sich negativ auf unsere mentale Gesundheit aus.

Wie wir uns mithilfe unserer Hormone besser fühlen können

Die richtige Balance der Hormone Dopamin, Serotonin und Melatonin kann uns zu mehr Glückseligkeit verhelfen. Angefangen mit Serotonin, dem Wohlfühlhormon, das für mehr Zufriedenheit sorgt. Der Serotoninspiegel erhöht sich nach dem Sport. Wer also regelmäßig trainiert, erhöht die Konzentration von Serotonin dauerhaft und profitiert von einer nachhaltigen Steigerung von Glücksempfinden und Zufriedenheit. 

Das nächste Hormon löst eine kribbelige Vorfreude aus, wenn ein schönes Ereignis oder eine Belohnung kurz bevorstehen: Dopamin, das Glückshormon. Warum also nicht den nächsten Urlaub, Ausflug oder besonderen Moment mit den Liebsten planen und sich wieder wie ein kleines Kind darauf freuen?

Wer täglich eine Stunde bei Tageslicht spaziert, tut seinem Körper damit etwas Gutes - und wird sich wesentlich wacher fühlen, denn Tageslicht baut das Müdigkeitshormon Melatonin ab. Ein zu hoher Melatoninhaushalt ist auch die Ursache dafür, dass man sich im Winter müder und niedergeschlagener fühlt.

Mentale Gesundheit ernst nehmen

Auch unabhängig vom Blue Monday sollte man auf die eigene mentale Gesundheit achten, denn die Folgen werden häufig unterschätzt. Vor allem in Bezug auf die eigene Arbeitskraft sei das ein großes Problem. Denn was viele nicht bedenken: Nicht nur körperliche Beschwerden können die Arbeitskraft einschränken. Auch und gerade psychische Belastungen können dies. Bereits zwischen 1997 und 2017 hat sich die Anzahl der Arbeitsausfälle aufgrund psychischer Erkrankungen verdreifacht, wie der Psycho-Report der Krankenkasse DAK belegt. So weit muss es nicht kommen, wenn man rechtzeitig auf sich, sein Wohlbefinden und die richtige Balance seiner Hormone achtet. (mp)





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