30.01.2012Ostbayerisches Busunternehmertreffen in Straubing

Umweltzone

Am 27. Januar trafen sich die privaten Busunternehmer aus Niederbayern und der Oberpfalz zu ihrem jährlichen Meinungsaustausch. Sie diskutierten über Umweltzonen, Fahrermangel und steigende Kosten.

Das traditionelle ostbayerische Branchentreffen des Landesverbandes Bayerischer Omnibusunternehmen (LBO) jährt sich damit zum 14. Mal. Zum Gedenken an den im November 2011 verstorbenen Initiator der Veranstaltung, Busunternehmer Ernst Lambürger aus Zwiesel, hat sein Nachfolger, LBO-Bezirksvorsitzender von Niederbayern Franz Ebenbeck, rund 50 Kollegen und Partner sowie Gäste aus der Politik nach Straubing eingeladen.

Zum Auftakt fand laut einer Pressemitteilung traditionell ein großes Eisstockturnier in der Eishalle Straubing statt. Im Anschluss setzten sich die ostbayerischen Busunternehmer/-innen zu einem Erfahrungs- und Meinungsaustausch zusammen. Dr. Ewald Kling von EvoBus Mercedes Benz Omnibusse hielt einen Vortrag zum Thema „Entwicklung, Zuverlässigkeit und Wertbeständigkeit von Fahrzeugen am Beispiel des neuen Citaro“. Einen aktuellen Überblick zur Änderung des Personenbeförderungsgesetzes und die zu erwartenden Folgen für private Verkehrsunternehmen gab Rechtsanwalt Horst Schilling, Geschäftsführendes Präsidialmitglied des LBO. Als Ehrengäste hatten sich für den Abend der CSU-Landtagsabgeordnete Josef Zellmeier und der stellvertretende Landrat Josef Laumer angekündigt.

Im Mittelpunkt des Meinungsaustausches standen die aktuellen Brennpunkte der Verkehrspolitik: Die stetig steigenden Kosten insbesondere beim Kraftstoff und die damit verbundene Forderung nach einer ausreichenden ÖPNV-Finanzierung zur Sicherstellung des Nahverkehrsangebotes im ländlichen Raum. So seien laut einer LBO-Mitteilung in Bayern die Betriebskosten für Busunternehmen im Vergleich zum Jahr 2010 um 5,01 Prozent angestiegen. Insbesondere die Strom- und Kraftstoffpreise waren die Preistreiber. So seien alleine 2011 die Kosten für Dieselpreise um über 15 Prozent angestiegen. Und für das Jahr 2012 zeichne sich keine Entlastung ab.

Hinzu kommt das Thema Fahrverbote in Umweltzonen. Über 50 Umweltzonen allein in Deutschland mit einem Flickenteppich unterschiedlicher Regelungen und Fahrverboten für Busse, die noch nicht einmal steuerlich abgeschrieben sind, machen es Reisebusunternehmen inzwischen schwer, ihren bestehenden Fuhrpark noch wirtschaftlich einzusetzen - und das obwohl Omnibusse die mit Abstand klimafreundlichste Alternative im motorisierten Verkehr darstellen würden. Ein weiteres Thema wird der zunehmende Fahrermangel sein. Die bundesweite Kampagne „Beweg was – werd Busfahrer“ (www.werd-busfahrer.de) soll dem entgegenwirken.


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