21.02.2011Bestseller für die Stadt

Die Geschichte des Mercedes-Benz Citaro ist so spannend wie ein Bestseller! Über 30.000 Busse wurden seit 1997 verkauft.

Lesen bildet und auch Busse bringen einen voran. Das ist sicherlich noch nicht bis zu jedermann vorgedrungen, doch für alle mit Weitblick sind gute Busse wie gute Bücher, nämlich Bestseller. Der Mercedes-Benz Citaro ist so einer. Über 30.000 Fahrzeuge dieses Typs haben die Mannheimer seit 1997 auf die Straßen dieser Welt gebracht. Wer heute mit offenen Augen durch unsere Städte geht, dem dürfte die fast schon unheimlich anmutende Präsenz von Mercedes-Benz-Bussen auffallen.

Eigentlich müsste dieser Fakt erstaunen, denn am Beginn der Citaro-Laufbahn lief längst nicht alles so rund, wie es hätte sein sollen. ­Massive Beschwerden in Sachen Qualität, Verarbeitung oder technische Unzulänglichkeiten sorgten für Unmut auf breiter Linie. Markt­begleiter frohlockten, allerdings nicht lange, denn Mercedes-Benz reagierte, und zwar schnell. Von diesen Anfangsproblemen ist heute nichts mehr zu spüren, im Gegenteil, als im Herbst 2005 die zweite Citaro-Generation mit dem Low ­Entry vorfuhr, war die Erfolgs­geschichte längst nicht mehr aufzuhalten. In diesem Jahr nun wird es den nächsten Schritt geben, eine weitere Citaro-Generation steht in den Startlöchern. Bevor es jedoch soweit ist, hat sich BUSFahrer den aktuellen Bestseller auf ­seine anspruchsvolle Test­strecke geholt. Wir wollten wissen, gehört der Citaro des Jahres 2010 zum alten Eisen oder aber fährt er auch technisch weiter an der Spitze?

Optisch ist der Bus ein alter Bekannter, wobei es eher frischer Bekannter heißen müsste, denn das aktuelle Design kann sich noch immer sehen lassen. Als mit der zweiten Citaro-Generation Front- und Heckpartie überarbeitet wurden, schuf man damit die Voraussetzung für ein weiteres langes Busleben. Große Fenster lautet die Devise, die Leute sollen rein- und gut rausschauen können. Das funktioniert auch ganz gut, wenn nicht die Verkehrsbetriebe die neue Offenheit ad absurdum führen, indem großflächig die Scheiben mit Werbung zugepflastert werden. Eine Besonderheit des Testbusses gleich vorneweg: Es handelt sich um eine Ausführung, wie sie bei den Bukarester Verkehrsbetrieben zum Einsatz kommt.

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